Thailand, nichts für schwache Nerven?

Der Titel ist natürlich nicht ganz korrekt, denn in Phuket am Strand liegen und all inclusive im 5* Hotel genießen ist nun wirklich nicht schwer-das kann jeder. Aber wie sieht es aus mit einer Reise nach und durch Thailand bei der man wirklich etwas von dem Land und den Leuten, die hier leben, kennenlernen möchte? Angefangen bei der regionalen Küche, über die thailändische Mentalität bis hin zu religiösen Traditionen und vielem mehr. Thailand liegt nunmal nicht in Europa und das merkt man bisweilen auch. In diesem Artikel möchte ich euch vorstellen, in welchen Situationen in Thailand Toleranz, Anpassungsfähigkeit und Geduld gefragt sind, aber auch, an welcher Stelle wir uns vielleicht etwas von der thailändischen Mentalität und Kultur abschneiden könnten.

Verkehr
Für mich war wohl der Verkehr das mit Abstand gewöhnungsbedürftigste in Thailand. In Bangkok war es mit Abstand am schlimmsten, aber es zieht sich ein kleiner roter Faden gewöhnungsbedürftiger Elemente (häufiger noch: nicht vorhandener Elemente) durch den Verkehr des Landes. Was uns zuerst auffiel (und anfangs zugegebenermaßen noch etwas stresste) ist das häufige Fehlen von Fußwegen bzw. wenn es sie gibt, sind sie mit Verkaufsständen oder parkenden Autos oder Mopeds blockiert. Ständig muss man auf der Straße laufen, aber die Auto- und Mopedfahrer sind daran gewöhnt.
Außerdem gibt es nur sehr selten Fußgängerampeln. Man weiß eigentlich nie so genau, ob man die Straße jetzt überqueren kann oder nicht. Vor allem bei großen Kreuzungen, wo die Fahrzeuge aus allen möglichen Richtungen kommen, ist das manchmal echt schwer zu überblicken. Und dass die Mopedfahrer generell und einfach immer fahren, egal ob sie gerade grün oder rot haben, macht die Sache nicht unbedingt leichter  (zumal sie sich immer versteckt zwischen den Autos durchquetschen und dann wie aus dem Nichts aufrauchen). Darüber hinaus kann die eine oder andere Fahrt zu einer Sehenswürdigkeit oder zum nächsten Ort in einem offenen Van oder Taxi mitunter sehr  abenteuerlich werden. So hatte ich doch ganz schön Schiss, als wir in dem offenen Anbau eines Motorradtaxis saßen und eine Schnellstraße entlangfuhren. Wohlgemerkt war der klapprige Anbau in dem wir uns befanden nach vorn komplett geöffnet, sodass wir schon bei einer relativ leichten Bremsung im hohen Bogen rauskatapultiert worden wären.
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Hunde
Straßenhunde gibt es hier wirklich überall. Egal, ob in den Städten, abgelegenen Dörfern oder mitten in der Wildnis. Die besagten Hunde leben nicht nur überall, sie schlafen auch wirklich überall und laufen überall lang. Egal, ob gerade einer von ihnen beschlossen hat sein Nachquartier direkt vor dem Supermarkteingang zu errichten oder auch gerne mal mitten auf der Straße. Es kann auch häufiger mal vorkommen, dass ein Hund beschließt direkt-ja wirklich direkt-vors Motorrad zu laufen (wir haben gesehen, wie der Fahrer abgebremst und noch den Schwanz gestreift hat). Außerdem muss man ständig aufpassen, nicht auf einen Hund draufzutreten, denn sie liegen-wie bereits erwähnt-überall und vor allem im Weg ;).
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Thai-Mentalität
Einen Abend hatte ich mal richtig Geschmack auf einen leckeren Cappuccino, also begaben wir uns zu dem vom Reiseführer empfohlenen Café. Dort angekommen hatte das Café offensichtlich auch geöffnet, nur war weit und breit niemand zu sehen. Wir ließen uns nicht beirren und studierten die Karte, die auslag in Vorfreude auf die heißen Getränke. Als jedoch nach gut 20 min immer noch niemand aufgetaucht war, waren wir schon im Inbegriff zu gehen. Genau in diesem Moment kamen jedoch der Besitzer und die Bedienung mit Supermarkttüten von ihrem Einkauf zurück. Das Café war die ganze Zeit über weder bewacht, noch abgeschlossen und es lagen sogar einige Snacks griffbereit auf der Theke herum. In Deutschland absolut unvorstellbar, aber mir ist die Vorstellung eigentlich ganz sympathisch, auch wenn es etwas länger dauerte, bis ich meinen Kaffee bekam.

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