Myanmar – das Leben der Einheimischen

Myanmar ist ein Land im Aufschwung, spätestens seit der letzten Wahlen, welche die Friedensnobelpreisträgerin der National League of Democracy (NLD), Aung San Suu Kyi, gewonnen hat. Zuvor beherrschte jahrzentelang das Militär das Land und erlegte der Freiheitskämpferin insgesamt über 15 Jahre Gefängnis und Hausarrest auf.
In Thailand sieht man in vielen Restaurants und anderen öffentlichen Räumen ein Bild des Königs, in Myanmar sieht man Aung San Suu Kyi oder ihren Vater an einigen Wänden oder gar auf T-Shirts von Einheimischen. Die Menschen sind stolz auf die gewaltfreie Kämpferin für Demokratie und das zu Recht!

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Natürlich entwickelt sich das Land trotz Neuwahlen nur langsam und der Lebensstandard ist mit dem deutschen nicht zu vergleichen. So leben die meisten Menschen hier auf dem Land in ärmlichen Verhältnissen. Das bedeutet häufig kein Strom und keine Duschen und ein Leben in kleinigen undichten Holzhütten, wie man sie in Deutschland normalerweise nicht mal als Schuppen finden würde. Überall sieht man Menschen, die sich in teils sehr dreckigen Flüssen oder Seen baden und die ärmlicheren Hütten sind meist auch direkt am Wasser gebaut. Wir haben auch schon eine kleine Familie gesehen, die auf gerade mal 3/4 qm in einer Art Hohlraum unter einer Brücke lebt. Bei einem weit verbreiteten Tageseinkommen von gerade mal 1 $ erscheint das einleuchtend. Trotzdem die Mehrheit der Einheimischen mit deutlich weniger auskommt als die Touristen im Land sind sie ihnen meist gut gesonnen. So wird man häufig auf der Straße von Fremden angelächelt, manchmal gegrüßt und Kinder rufen und winken oft fröhlich schon von weitem. Natürlich gibt es auch hier Leute, die versuchen aus dem Tourismus möglichst viel „Profit“ zu schlagen. So belagern meist schon 20 Taxifahrer die Türen der Reisebusse und verlangen horrende Preise, ebenso wie Händler auf den wenigen Touri-Märkten, die es hier gibt. Dort ist es nicht unüblich mal eben den drei- bis vierfachen Preis zu verlangen und verzweifelt und verhandelnd hinterherzulaufen, wenn man entrüstet ablehnt. Das ist jedoch die Ausnahme in diesem Land, in dem den Menschen besonders viel Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft nachgesagt wird!

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