Best of Myanmar

Hier stellen wir euch die Orte vor, die uns in 3 Wochen Myanmar am besten gefallen haben. Ihr findet den einen oder anderen Geheimtipp, aber natürlich auch Berichte über die Touriattraktionen Myanmars.

Inle See
Jeder der schon mal in Myanmar war hat vermutlich auch den Inle See besucht. Somit ist klar, dass die Region alles andere als ein Geheimtipp ist. Dennoch war die Bootstour auf dem Inle See eine der schönsten Erlebnisse für mich in Myanmar. Die Landschaft ist faszinierend mit dem riesigen See und den kleinen Bergen ringsum. Außerdem fand ich die schwimmenden Gärten total cool und auch das Kunsthandwerk, das auf dem See gefertigt und zum Verkauf angeboten wird. Das einzig störende am Inle See war für mich, dass einige Sachen ziemlich unauthentisch wirkten. So wurden gleich am Eingang des Sees Fischer postiert, deren einzige Aufgabe nicht etwa das Fischen, sondern das Posen für Touristen  war – in völlig unnatürlichen Haltungen in denen man garantiert keine Fische fängt. Außerdem gibt es am See einen riesigen Tourimarkt auf dem die Händler so aufdringlich sind, wie ich es noch nirgendwo anders erlebt habe. Wer nicht auf Extremshopping aus ist kann aber einfach dem Bootsführer Bescheid geben und den Markt skippen.
Trotz dieser unauthentischen Aspekte fand ich den See mit seinen Bewohnern, urigen Holzhäusern und Kunsthandwerk sehr faszinierend. Wer außerdem noch abseits der Touripfade sehr authentisches Dorfleben mitbekommen will kann mit dem Rad durch die am See angesiedelten Dörfer fahren.

image
Fischer, die nicht posen, sondern einfach ihrer Arbeit nachgehen
image
Eine Einheimische am Webstuhl. Vor allem für Lotusweberei ist die Region bekannt, allerdings wird Lotus ausschließlich für Touristen weiterverarbeitet - Einheimische können sich dieses sehr kostspielige Material in der Regel nicht leisten

image

Bagan
Auch Bagan ist alles andere als ein Geheimtipp. Erstaunlicherweise haben wir hier (Anfang Dezember) gar nicht so viele Touris angetroffen wie man vermuten könnte. Gerade wenn man zwischen den kleineren Tempeln abseits der Hauptwege unterwegs ist, sieht man zum Teil weit und breit keine Touristen, dafür aber Einheimische mit Ochsenkarren oder Rindern. Wir empfehlen unbedingt ein e-bike zu mieten. Je nachdem wo ihr die ausleiht fahren sie etwa 30-60 km/h. Mit dem Fahrrad kann man die Gegend auch erkunden, aber zum Teil tiefer Sand und vor allem die Hitze erschweren das Ganze etwas (es gibt fast keinen Schatten). Außerdem empfehlen wir morgens zu Sonnenaufgang zu den Tempeln zu fahren. Wir hatten zwar nicht den besten Sonnenaufgang, da die Sonne von Wolken verdeckt wurde, aber die Atmosphäre war trotzdem schön. Außerdem hat man danach für die nächsten 2/3h sogar die größeren Tempel fast für sich allein und es ist noch nicht so heiß.

image
Sonnenaufgang in Bagan - leider ohne Sonne 😉
image
Dafür hat man danach sogar die größeren Tempel fast für sich allein
image
Rinder statt Touris 😉

Hpa An
Die kleine Stadt südlich von Yangon ist vielen Touristen vermutlich auch nicht mehr ganz unbekannt. Dennoch ist es deutlich weniger frequentiert als die typischen Tourihotspots. Besonders beeindruckt waren wir hier von der Bat Cave. Hier kann man für wenig Geld zu Sonnenuntergang hinfahren, um millionen von Fledermäusen (nicht übertrieben) aus ihrer Höhle rausfliegen zu sehen – ein echtes Naturspektakel das jeder gesehen haben sollte, der in Hpa An war. Außerdem gibt es noch mehr Höhlen in der Umgebung, die man selbst mit dem Moped oder bei einer recht günstigen Höhlentour erkunden kann, ebenfalls absolut empfehlenswert!

image
Der Aussichtspunkt von wo man die Fledermäuse beobachtet - allein für den Ausblick lohnenswert
image
Ein See den wir nach einem Höhlenspaziergang mit dem Boot überquerten - die Landschaft rings um Hpa An ist wunderschön

Mawlamyine
Spätestens hier findet man wirklich kaum noch Touristen und muss sich manchmal auch auf schräge Blicke einstellen ;). Die Stadt selbst fanden wir nicht so schön, wie sie im Lonely Planet beschrieben wird, aber der gegenüberliegenden Insel Bilu Kyun sollte man von hier aus unbedingt einen Besuch abstatten. Wir haben uns selbstständig auf den Weg gemacht und es war dank der sehr netten und hilfsbereiten Mon-Bevölkerung auf der Insel  relativ problemlos zu organisieren. Wir sind zwar vom falschen Pier aus Mawlamyine gestartet und am falschen Pier in Bilu Kyun angekommen, aber ein supernetter junger Mann hat uns auf seinem Moped mit in ein Dorf genommen, wo man Fahrer anheuern kann, die einem die Insel zeigen (als Entschädigung für die Fahrt wollte er nur ein Foto mit uns machen und war damit überglücklich). Generell waren die Menschen hier so freundlich und überschwänglich wie ich es noch nie erlebt habe. Überall wurden wir angestrahlt, Kinder wie Erwachsene winkten und grüßten von weitem und freuten sich einfach uns zu sehen. Wir hatten die ganze Zeit über ein fettes Grinsen im Gesicht, weil alle so gut drauf waren. Auf der Insel gibt es viel Kunsthandwerk (traditionelle Hüte, Gehstöcke, Pfeifen, Gummiherstellung …) zu sehen, aber am meisten beeindruckt haben uns
eigentlich die Menschen selbst.

image
Vor allem die Kinder grüßten immer schon von weitem mit einem freudigen "mingarlabar". Das findet man überall in Myanmar, aber auf Bilu Kyun waren die Menschen einfach unglaublich
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s