So kannst du in Südostasien Geld sparen

In fast 7 Wochen Thailand und 3 Wochen Myanmar haben wir bisher inklusive zweier Flüge (Frankfurt-Bangkok one way & Bangkok-Yangon und zurück) ziemlich genau 2000 € ausgegeben. Klingt wenig? Ist es auch, aber absolut machbar!
Wie du auf Reisen in Südostasien sparst und trotzdem tolle Erlebnisse mitnimmst zeigen wir dir hier.

Reisen muss nicht teuer sein, vor allem nicht in Südostasien. Eine günstige Unterkunft in Thailand kostet je nachdem wo du genau bist zwischen 2,50 € und 6 € pro Person für ein einfaches Doppelzimmer. In Myanmar kosten die Unterkünfte dank steigender Nachfrage ca 7 € aufwärts (im Schnitt etwa 11 €, aber inklusive Frühstück). Essen ist in beiden Ländern sehr günstig. Je nachdem, ob du in sehr touristischen Orten oder eher unbekannteren Gegenden unterwegs bist und ob es sich um Streetfood oder Restaurants handelt zahlt man meist 80 cent bis 2 € pro Mahlzeit. Westliches Essen ist meist etwas teurer als inländische Küche. Wasser im Supermarkt ist etwas teurer als in Deutschland, kostet meist zwischen 25 & 50 cent.  Transportkosten variieren von Land und von Ort zu Ort sehr stark. In Myanmar haben wir für die meisten Nachtbusse um die 11 € gezahlt, in Thailand ist es meist günstiger, aber die Fähren zu den Inseln können mitunter sehr teuer sein (z.B. Koh Tao – Surat Thani 15 €). Das sind die Standardkosten, die mehr oder weniger jeder zwangsläufig hier ausgeben muss. Dazu kommen natürlich individuell Taxen, Getränke (außer Wasser), Trekking & andere Ausflüge und und und.
Wo und wie ihr am besten sparen könnt, zeigen wir euch hier.

Transportkosten:

Taxen:
Regel Nr. 1: Steige niemals in ein Taxi ohne vorher den Fahrpreis abzusprechen oder den Fahrer darauf hinzuweisen, das Taximeter zu nutzen. In vielen Städten sowie in ganz Myanmar gibt es aber unseres Wissens nach gar keine Taxen mit Taximeter. Hier braucht man Verhandlungsgeschick. Generell ist davon auszugehen, dass die Fahrer mit dem zuerst genannten Preis hoch ansetzen. Falls dir der Preis extrem hoch vorkommt, (8 km kosten z.B. keine 400 THB, auch nicht bei angeblich hohem Verkehrsaufkommen) solltest du einen anderen Fahrer suchen. Häufig wird vor allem an Fernbushaltestellen oder Flughäfen versucht die Touris extrem abzuzocken. Die Fahrer reagieren dann zum Teil noch verärgert, wenn man ihnen erklärt, dass der Preis völlig übertrieben ist – davon nicht verunsichern lassen! Uns hat häufig Google Maps geholfen, einfach die Entfernung nachgucken, dann hast du schonmal eine ungefähre Ahnung. Wenn du zu Beginn deiner Reise in Bangkok ankommst, kannst du ja erstmal nur Taxen mit Taximeter nutzen, dann hast du eine ungefähre Ahnung, an welchen Preisen du dich orientieren kannst.
In Myanmar hatten wir wie gesagt nie Taxen mit Taximeter gesehen. Hier fanden wir es auch extrem schwer gerechte Preise einzuschätzen, da manche Fahrer horrende Preise genannt haben und andere wiederum (zumindest gefühlt) sehr faire. Versucht hier einfach immer vorher zu gucken wie weit es ist und nach Gefühl immer etwas runterzuhandeln.

Busse und Co.:
Im Norden Thailands sind die Buspreise echt vernünftig, so gibt es z. B. einen Nachtbus von Chiang Mai nach Bangkok für ca 13 €. Noch günstiger sind allerdings die Züge (wenn man nicht erste Klasse fährt…). Hier haben wir von Bangkok nach Ayutthaya (2/3 Stunden) nichtmal 50 cent bezahlt! Auch von Hua Hin nach Chumphon haben wir mit dem Zug nur 1/8 des Buspreises bezahlt. Nach Zugverbindungen gucken lohnt sich hier also! Dabei haben wir die Erfahrung gemacht, dass man immer zuerst den teuersten Zug am Schalter genannt bekommt. Also immer fragen, was die billigste Verbindung ist. Manchmal muss man den Mitarbeitern dann auch jede einzelne Verbindung förmlich aus der Nase ziehen, z.B. wird dann häufig erstmal die blödeste Uhrzeit (z.B. 6 Uhr morgens oder 1 Uhr nachts) genannt, damit die Touris dann möglichst doch den teureren Zug nehmen. Bleib einfach hartnäckig! 😉

In Myanmar sind wir nur Bus gefahren, da die Züge laut Internet teurer und unkomfortabler sind. Hier kosten die Busse meist um die 10-12 €, man kann aber Geld sparen indem man Nachtbusse bucht, so spart man sich den Preis für eine Übernachtung.

Verhandeln
Verhandeln ist hier häufig eine gute Option. Generell gilt, überall, wo kein Preis dransteht darf verhandelt werden. Zum Beispiel auf Märkten, in kleinen Shops oder auch mal in der Unterkunft. Als wir kurz vor Silvester in Hua Hin ankamen waren die Zimmerpreise extrem hoch. Die Unterkünfte hatten die Preise dank steigender Gästezahlen über die Feiertage zum Teil mehr als verdoppelt! Wir erklärten der netten Dame an der Rezeption, dass wir uns kein Zimmer für 1400 THB leisten konnten und siehe da: wir bekamen das Zimmer für 600 THB. Auch auf Koh Chang konnten wir so jede Nacht 50 THB sparen und bekamen sogar  noch 80 THB Rabatt auf die Fähre nach Koh Mak. Das klappt natürlich nicht immer und wenn ein Zimmer sehr günstig und zu einem absolut fairen Preis angeboten wird, würde ich ihn auch nicht drücken wollen. Ab und an kann man so aber eine Menge Geld sparen.

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Für umgerechnet nicht mal 3,20 € pro Person konnten wir in einem einfachen Zimmer in Pai günstig unterkommen. Wer keine hohen Ansprüche hat kann viel Geld sparen und es trotzdem schön haben.

Essen
Hunger ist natürlich ein grundlegendes Bedürfnis und niemand sollte auf Reisen zu sehr am Essen sparen oder gar hungern. Dennoch kann man die Gesamtausgaben stark beeinflussen je nachdem wo und was man isst. Wie oben bereits beschrieben, ist die inländische Küche (oder die aus Nachbarländern) häufig wesentlich günstiger als westliches Essen. So gibt es Thaifood je nach Region auch schonmal unter 1 €, während westliches Essen nicht unter 1,50 €  zu haben ist. Wenn man wochen- oder monatelang unterwegs ist so wie wir, dann rechnet sich günstiges Essen sehr! Abgesehen von den Gerichten, die ihr bestellt, lohnt es sich auch häufig in äußerlich nicht so ansprechende Restaurants zu gehen, wo möglichst viele Einheimische sind. Schönere Restaurants, die offensichtlich für Touris gemacht sind, sind meist auch teurer. Außerdem können wir euch natürlich Streetfood sehr empfehlen. Schlemmt euch einfach durch die Straßenstände, da gibt es sowieso das Beste 😉 In Chiang Mai gibt es z.B. auf der Saturday Walking Street Sushi für lachhafte 5 THB pro Stück! Da kann man sich sogar an Sushi satt essen, ohne das es teuer wird-was für ein Traum, in Deutschland undenkbar. Auf Koh Chang hat auch das Streetfood unsere Ausgaben gerettet, die Restaurants waren am White Sand Beach für thailändische Verhältnisse extrem teuer, Streetfoodgerichte gab es hingegen schon ab 1 €.

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Die scharf-säuerliche Nationalsuppe Tom Yung Gung - die muss man hier probiert haben!

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"Muslimische Pancakes" alias Rotee (auch Roti ) - ein super leckerer und günstiger Nachtisch
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