(Extrem)Wandern in den Cameron Highlands

Egal, ob du schon immer gerne gewandert bist oder dir das ewige Laufen sonst immer zu langweilig war – in den Cameron Highlands wirst du das Wandern lieben. Das einzige was du mitbringen solltest (und nicht zu wenig) sind Abenteuerlust und Kleidung, die mindestens dreckig werden und unter Umständen auch kaputt gehen darf.

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Das Schöne in dieser Region ist, dass du überall für nichtmal 1 € eine Karte erstehen kannst und die Wege gut gekennzeichnet sind – du kannst also ohne Probleme selbstständig losziehen, was die Sache auch noch extrem günstig macht. Einziges Manko an der Karte: sie ist nicht maßstabsgetreu. Frag also vorher in deiner Unterkunft wie lange du für die geplante Strecke ungefähr brauchen wirst. Wir sind immer recht spät gestartet und mussten uns bei einer Wanderung richtig ranhalten, um nicht nach Sonnenuntergang irgendwo im düsteren Wald zu stehen. Frag außerdem vor der Wanderung, welche Wege zu empfehlen sind und welche eher nicht. Wir sind einfach drauflos gewandert und haben ohne uns zu informieren Pfad 9 gewählt, da wir dachten es wäre eine kürzere und leichtere Wanderung – falsch gedacht! Zum  Ende hin war gar kein Weg mehr erkennbar und wir mussten uns durchs Dickicht mit Dornen schlagen. Außerdem gab es extrem steile und matschige Abschnitte ohne irgendetwas zum festhalten. Zu allem Überfluss wurde uns nach der Wanderung auch noch erzählt, dass man auf keinen Fall Weg 9 gehen sollte, da auf dieser Strecke schon mehrmals Wanderer überfallen wurden. Uns ist zum Glück nichts passiert (außer ein paar Kratzern von den besagten Dornen … 😉 ) und das sollte euch auf keinen Fall davon abhalten in diesem schönen Gebiet wandern zu gehen!…nur halt nicht Pfad 9. Ansonsten können wir sagen, dass das Wandern in den Cameron Highlands sehr anspruchsvoll ist. Es geht häufig extrem steil bergauf oder bergab und an manchen Abschnitten kommt man sich eher wie ein Kletterer vor…aber auch das sollte euch nicht vom Wandern dort abschrecken, denn genau das macht das Abenteuer dort aus und die moosbewachsenen Wälder und wunderschönen Teeplantagen wiegen die Strapazen garantiert wieder auf! Am ersten Tag sind wir zum Gunung Berembun gewandert. Die Aussicht von oben war leider durch die Bäume eingeschränkt, aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel und der war mit seinen moosigen Bäumen, Pilzen und dichtem Wald sehr sehr schön.

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Moosbewachsene Bäume auf dem Weg zum Gunung Berembun-leider können die Fotos hier nicht zeigen, wie schön es wirklich war

Die Must-Do Wanderung für uns ist aber die zum Gipfel des Gunung Brinchang. Der Weg ist anspruchsvoll, da steil, aber machbar und die Aussicht entschädigt jede Anstrengung.

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Wunderschöne Aussicht vom Gipfel des Gunung Berembun

Rückzu geht es dann über die faszinierenden Teeplantagen. Der Rückweg ist relativ lang, aber dafür einfach (Straße, bergab und tolle Aussichten).

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Die Teeplantagen leuchten in der Sonne sattgrün, aber auch bei schlechterem Wetter sollen sie mit tiefhängenden Wolken viel hermachen

Außerdem haben wir den Fehler gemacht zu dem vermeintlichen Teehaus der Plantage zu laufen – 1. ein ganz schöner Umweg, wenn man zu Fuß unterwegs ist, 2. ist es nicht wie von uns angenommen ein gemütliches Cafe, wo man Tee und Scones bekommt, sondern vielmehr eine „Teemensa“-steril und mit Massenabfertigung. Da wir keine Lust hatten dort einzukehren und auch nicht den ganzen Weg zurücklaufen wollten trampten wir einfach. Daumen raus und los! Kostete erstmal etwas Überwindung, da wir „Anfänger“ im Trampen waren, aber gleich das fünfte Auto hielt an und nahm uns mit. Auch von Tanah Rata (wo unsere Unterkunft ist) nach Brinchang (wo der Weg zum Gipfel beginnt) sind wir getrampt. Auch das war easy-going…keine fünf Minuten Daumen raushalten und schon nahm uns eine super nette Familie mit.
Fazit:
Die Cameron Highlands bringen alles mit, was man zum Wandern braucht: mildes Klima (das ganze Jahr um die 20º), schöne und naturbelassene Wege, ausgeschilderte Routen, wundervolle Aussichten, tolle Natur und mit etwas Glück kann man sogar wilde Tiere sehen! Wir haben z.B. 3 Makaken gesehen. Außerdem sind die Wege alles andere als überlaufen, wenn man keine Tour bucht. Wir haben immer nur sehr wenige andere Wanderer getroffen.

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Der Robinson-Wasserfall - leider auf Weg 9, aber noch ganz am Anfang. Fragt in eurer Unterkunft, ob dieser Wegabschnitt noch zu empfehlen ist.
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